HIGHVOLT KOLLOQUIUM ʼ19 fordert eine länderübergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zur Bewältigung der Energiewende


Vom 9.-10. Mai 2019 sind etwa 200 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft aus dem Bereich der Hochspannungsprüf- und Messtechnik zum 8. HIGHVOLT KOLLOQUIUM in Dresden zusammengekommen.

Die Konferenz wurde nach der ersten Begrüßung durch den Gastgeber vom Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer mit einem Impulsvortrag und anschließender Diskussion eröffnet. Gemeinsam mit Herrn Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG, Herrn Dr. Florian Martin vom Stromnetzbetreiber TenneT TSO GmbH sowie Herrn Wilfried Breuer, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, stellte sich Herr Kretschmer den Fragen zur Energiewende im Allgemeinen und zum Beitrag der Energiebranche im Speziellen.

Die anschließenden Vorträge zum Themenschwerpunkt Hochspannungs-Gleichstromübertragung gaben Einblicke in die neuesten Forschungsergebnisse sowie einen Überblick über die geplanten Energie-Übertragungsstrecken und den dazu notwendigen Technologien.

Des Weiteren ging es im KOLLOQUIUM um die neuartigen Betriebsmittel und deren Prüfung zur Qualitätssicherung. Ein weiterer Schwerpunkt war der verstärkte Einsatz von Leistungselektronik und Digitalisierung bei der Realisierung der Energiewende. Es wurde von theoretischen Grundlagen der Diagnose bis hin zur Herausforderung im Feldeinsatz berichtet.

Die Fragen der zahlreichen Fachexperten aus dem Auditorium zeigten den hohen Abstimmungsbedarf zur Verwirklichung der Energiewende im technisch höchst anspruchsvollem Umfeld.

Abschließend nutzten die Teilnehmer des Kolloquiums am Freitag die Möglichkeit, bei einem Firmenrundgang bei HIGHVOLT das Unternehmen und die Produkte in der Realität zu sehen.

Das kommende HIGHVOLT KOLLOQUIUM findet in vier Jahren, vom 4.-5. Mai 2023 statt.

 

Wichtige Anmerkungen der Teilnehmer der Impulsdiskussion:

Der Moderator Bernhard Nick, Geschäftsführer der HIGHVOLT Prüftechnik GmbH und Gastgeber, stellte heraus, dass spätestens seit Fukushima und dem Entscheid der Bundesregierung zur Energiewende gesellschafts- und umweltpolitische Aspekte in der Branche massiv an Bedeutung gewonnen haben. Dennoch bleibt das übergeordnete Ziel einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung. Dies sollte für den Innovationsstandort Deutschland mehr Chance als Risiko sein.

Appell des Ministerpräsidenten an die Bevölkerung, dass nicht die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende, sondern das gesellschaftliche Verständnis für die Veränderungen notwendig ist.

Herr Breuer unterstrich deutlich, dass die klassischen Ingenieurswissenschaften bewahrt werden müssen und nicht nur auf das Neue geschaut werden darf. Nicht zu vergessen ist, dass die Wiege der Hochspannung in Sachsen liegt. Hier wurde der Bau der ersten 100 kV Leitung realisiert.

Herr Dr. Rendez hob die enorme Kraftanstrengung in Deutschland hervor, die mit dem Umbau der viertgrößten Volkswirtschaft im laufenden Betrieb verbunden ist. „Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch der Ingenieure. Dass die Energiewende bisher so gut gelungen ist, ist auch den Ingenieuren zu verdanken.“

Herr Dr. Martin führte aus, dass durch die ständig wechselnden Vorgaben der Politik die handelnden Unternehmen nur noch reagieren anstatt agieren. Hier ist mehr Planungssicherheit und Nachhaltigkeit notwendig.

Der Moderator Bernhard Nick fasste die rege Diskussion mit einfachen aber klaren Worten zusammen. „Wir dürfen nicht warten, bis wir unseren Blackout erleben. Wir müssen bereits heute reagieren.“

Bei folgenden Punkten waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Ausbildung gestärkt, die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Forschung länderübergreifend intensiviert und die Akzeptanz und das Vertrauen in der Bevölkerung geschaffen und aufgebaut werden müssen.

 

Michael Kretschmer, Sächsischer Ministerpräsident:

„Die Energiewende darf nicht auf dem Rücken von Verbrauchern, Unternehmern und Beschäftigten ausgetragen werden. Wir brauchen eine sichere Energieversorgung mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen, sichere Arbeitsplätze in Industrie und Forschung für die kommenden Jahrzehnte, eine starke Infrastruktur und Wettbewerbsvorteile für die Braunkohleregionen. So kann der Strukturwandel und letztlich auch die Energiewende gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen. Ökologie und Ökonomie müssen hier zusammengehen. Damit das gelingen kann, müssen wir unseren Fahrplan hier gleichzeitig immer wieder hinterfragen und an aktuelle Entwicklungen anpassen. Das HIGHVOLT Kolloquium ist für diesen Austausch ein guter Ort.“





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